Akihabara – ein Tag im Otaku-Himmel

Japanische Popkultur: Gaming, Gimmicks und Geeks

Akihabara ist der Elektronik-Distrikt in Tokio- auch „Electronic Town“ oder kurz Akiba genannt.

Hier gibt es alles, wirklich absolut alles, was der Markt bietet. Neben umfangreicher Foto- und Videoausstattung findest du hier die Gaming-Welt. Riesige Technik-Kaufhäuser lassen keinen Wunsch offen. Zudem gibt es auch ein üppiges Angebot an secondhand Spielen, Computern, Handys und was die Erlebnis-Elektronik sonst noch zu bieten hat.

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Umi Sonoda Jünger unterwegs in Akiba

Klar, daß die Otaku-Szene hier zu Hause ist. Otaku steht für absolutes Fangirlen oder Fanboyen – Otakus leben für ihre Lieblingsanimes und Mangastars: Sprich Otaku ist mehr als ein Hobby, es ist quasi eine Religion und die bringt einen ganzheitlichen Lebensstil mit umfassender Ausstattung mit sich. Mehrstöckige Stores bieten ein beeindruckendes Sortiment rund um Anime, Manga und Cosplay an – seien es Kostüme, Perücken, Accessoires und klar – Hefte, Bücher, Videos und sonstiges fancy Material, um das eigene Leben detailgetreu Otaku-mässig auszustatten.

 

Drei atemberaubende Gründe, warum du nach Akihabara musst:

Retrogaming

Sega residiert in zwei gigantischen knallroten Klötzen in Akiba und ist nicht zu übersehen, wenn man vom Bahnhof kommt. Auf zahlreichen Etagen kannst du hier alle Epochen des Gamings entdecken.

Der Super Potato-Shop lässt die Herzen der Retrogamer höher schlagen. Hat was von einem Museum und ist definitiv nicht nur was für Nerds.

Auch wenn man kein Experte in Sachen Gaming ist, macht es irrsinnig viel Spass in diese grelle Wunderwelt einzutauchen.

In dieser Gegend findest du zahlreiche Spielhallen (sind nicht so schmuddelig bei bei uns) oder „Retro-Gaming-Galerien“.

Am besten man wühlt sich da durch und zockt, was das Zeug hält.

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Maid-Cafés

Westlich des Bahnhofs findet man die Maid-Cafés. Auch diese gehen in der Leuchtreklamen-Flut nicht unter. Für weitere Aufmerksamkeit sorgen Maids, die Passanten mit Flyern versorgen oder mit Mikrofonen bewaffnet auf dem Balkon stehen und lautstark mit ihrer Magic-Show frohlocken.

 

 

Ein Besuch im Maid-Café ist etwas bizarr, dennoch ist es ein Erlebnis, das du dir nicht entgehen lassen solltest.

Das Interieur ist nichts für schwache Nerven: Sehr viel Pink, schillernde Discokugeln und schrille J-Pop Musik. Zur Begrüssung wird jeder Gast mit Katzenohren ausgestattet – dieser strenge Dresscode gilt hier für jeden!

Auf der Karte stehen Kombi-Pakete zur Auswahl: Kawaii Food, Eis und süße Getränke, wahlweise gibt es eine special Showeinlage oder extra Fotos mit einer Maid im Set.

 

Für das „Who is who“ gibt es auf Plakaten eine Übersicht der Maids mit kurzen Steckbriefen.

Wenn dein Essen kommt, gibts eine kleine „Guten Appetit“ – Showeinlage und der gesamte Tisch muss ein Herz mit den Händen formen.

Irgendwann steigt die Sing-Maid auf die Bühne und performt einen crazy Tanz und streckenweise müssen alle Gäste einzelne Fetzen mitsingen. Der Text hat immer was mit „cute oder „kawaii“ zu tun – ist also relativ simpel gehalten. Die anderen Maids tanzen um die Tische und man fühlt sich schlagatig in eine rosarote Märchenwelt versetzt.

Fotografieren ist hier verboten, da du zum Ende deines Besuchs mit den Maids posieren kannst. Dann erhältst du ein Polaroid, was ausgiebig mit Herzen, Schnörkeln und Co. verziert wird.

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nix Foto!

Zum Abschied gibts Schlüsselanhänger als Andenken.

Ein absolut unvergessliches, sehr eigenwilliges Erlebnis und eine durchgestylte Kawaii-Show vom Feinsten!

Fancy Fundstücke

Sieht man auch nicht alle Tage:

In einer kleinen Passagen ist der „Technik-Flohmarkt“ zu Hause. Hier werden kleinste Einzelteile, fein säuberlich sortiert, angeboten. Schrauben, Kabel, Widerstände – alles, was das der Tüftler so verbaut.

Weltweit einzigartig:

Weiter sind in der Ecke selbstverständlich riesige Kaufhäuser am Start, die alles im Bereich Cosplay & Co anbieten: Kostüme, Schuhe, Manga / Anime-Puppen, Kosmetik, Taschen…

Neben dem abgespaceten Sortiment ist die Kundschaft in diesen Shops hochinteressant, die Manga und Anime in Perfektion zelebrieren.

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👾👾👾

Akihabara ist neben dem Nakano Broadway ist ein Paradies, um sich einen Tag voll und ganz mit japanischer Popkultur zu umgeben.

Hier sind fantasievolle Cosplayer in ihrer freien Wildbahn unterwegs (Sonntags übrigens auch im Yoyogi Park) und es ist ganz wunderbar durch die Retrogaming Welt zu bummeln und alles was blinkt und piepst auszuprobieren.

Die Überdosis an geiler Craziness, die man sich in dieser überdrehten Erlebniswelt verpassen kann gehört zu jedem Tokio-Trip einfach dazu.

Akihabara erreichst du ganz easy mit der Bahn, beispielsweise der Yamanote Line.

Tipp: Sonntags wird die Hauptstrasse tagsüber gesperrt – daher ist das ein klasse Tag, um dem Akihabara Trip einzuplanen.

 

Hier geht es mit der Tokio-Reise weiter nach Harajuku: Zu Gast im Kawaii Monster Café!

 

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2 Gedanken zu “Akihabara – ein Tag im Otaku-Himmel

    1. Akiba ist megageil! Checke in dem Bezirk auch die kleinen Nebenstraßen und Retrogaming-Places in den oberen Etagen aus, die man von der Straße aus nicht so gut sieht! Ich wünsche dir ganz viel Spaß und freue mich auf deinen Blogpost dazu! 😻

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