Unterwegs in Asakusa -über Omiyage, Tempel und ein goldenes Etwas

Der Bezirk Asakusa war früher Tokios angesagtes, eher derbes Vergnügungsviertel – dementsprechend geht es hier weniger schick und glamourös zu. Viele Leute wohnen hier zu preiswerten Mieten und du findest hier auch günstigere Unterkünfte als in Shibuya oder Ginza.

Bekannt ist Asakusa für den Sensō-ji Tempel und dafür, dass hier einst das erste Kino Japans eröffnete.

 

Tokios ältester Tempel

Der Sensō-ji Tempel mit seinem imposanten Eingangstor (Hōzō-mon) ist einer der eher rar gesäten klassischen Sightseeing Spots in Tokio. Dementsprechend gut besucht ist die Anlage. Die Geschichte des buddhistischen Tempels reicht bis ins Jahr 628 zurück, allerdings ist es nicht mehr das original Gebäude: Nach einigen Erdbeben, Bränden und Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage zuletzt 1958 neu errichtet.

Sehr auffällig sind die monströsen Laternen am Eingang, die zum Teil mit dem Swastika-Zeichen versehen sind – nicht zu verwechseln mit dem Hakenkreuz. Die Swastika wird auch auf Google-Maps und anderen Karten verwendet, um eine heilige Stätte zu kennzeichnen. Zur Zeit wird in Japan sehr hitzig diskutiert, ob die Symbole besser entfernt oder ersetzt werden sollten, da die Olympiade 2020 ins Haus steht und die Swastika westliche Besucher irritieren könnte.

 

 

Beim Rundgang im Sensō-ji Tempel ist es üblich, sich erst mit Rauch und Wasser zu reinigen. Weiter gibt es die kleinen „Fortune“-Zettel, ähnlich einem Glückskeks, die Glück vorhersagen oder eben auch nicht – dann werden sie noch vor Ort festgebunden, um das Unglück von sich fern zu halten.

Zum Tempel gehört ein kleiner Park inklusive einem Teich mit riesigen Koi-Karpfen – dort geht es etwas ruhiger zu als rund um die Pagode.

Was ist eigentlich Omiyage?

Ebenfalls zum Sensō-ji gehört ein Markt, auf dem Snacks, Miniatur-Laternen, Yukata (Sommergewand) und vieles mehr angeboten werden. Aus japanischer Sicht handelt es sich hierbei nicht um klassische Souvenirs, sondern um Omiyage: Das sind meist Snacks oder Süssigkeiten, die eine typische Spezialität der Gegend sind oder es gibt Miniaturen, Figuren und schöne Dinge aller Art.

Die Kleinigkeiten sind meist bereits fertig als Geschenk verpackt und im Gegensatz zu einem Souvenir werden diese immer verschenkt und nicht für sich selbst als Andenken behalten. Es ist somit absolut üblich, allen Freunden, der Familie und den Arbeitskollegen Omiyage mitzubringen, sei es auch nur von einem kurzen Tagestrip zum Mount Fuji.

Dementsprechend viele Shops gibt es an bekannten Spots, Bahnhöfen und Flughäfen. Wenn ich meine Freunde in Japan treffe, gibts auch immer Omiyage als kleine Aufmerksamkeit – ist ein schöner Brauch, wie ich finde.

Das sind die angesagten Sommer-Festivals in Asakusa

Solltest du im Mai in Tokio sein, besuche das Sanja-Masturi-Festival, es ist eines der grössten Spektakel der Metropole. Zu Ehren der drei Gründer des Sensō-ji Tempels kommen jährlich zwei Millionen Besucher um die phänomenale Parade in den Strassen mitzuerleben.

Auch das spektakuläre Sumidagawa Feuerwerk Festival im Juli zieht tausende Besucher in den Bann: Das Lichtermeer am Himmel lässt sich übrigens bestens per Boot bestaunen. Diese sommerlichen Cruises sind sehr begehrt – also bestenfalls im Vorfeld reservieren.

Das Shitamachi Tanabata Festival im Juli gibt samstags Auftrakt mit einer Harley Davidson-Parade, gefolgt von der Verkehrspolizei. Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen von Strassenkünstlern, Tänzern und vielen anderen Performances.

Ein Streifzug durch den Neighborhood

Hier findest du rund um den Tempel kleine Einkaufsstrassen mit vielen günstigen Thrift-Shops, bzw. Trödelläden für traditionelle japanische Kleidung: Kimono, Yukata, Haori & Co.

Weiter gibt es hier viele kleine Cafés und Restaurants mit wirklich günstigen Preisen – die Gegend lohnt sich sehr für Budgetreisende.

Ein weiteres Highlight in Sachen Tokios Architektur dürfte die Asahi Beer Hall sein mit der goldenen Installation von Philippe Starck: Für die einen ist es die Flamme der Leidenschaft, die fürs Bierbrauen brennt – die anderen nennen es schlichtweg „The Golden Poo“.

 

 

Und so kommst du easy nach Asakusa Station: Tobu Isezaki Line, Tokyo Metro, Ginza Line, Tsukuba Express oder die Toei Asakusa Line.

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Entdecke weitere Bezirke in Tokio: Hier gehts weiter nach Electric Town Akihabara  hier schwebst du im Otaku-Himmel, der Nakano Broadway und hier gehts zum Meiji-Schrein in Shibuya.

 

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2 Gedanken zu “Unterwegs in Asakusa -über Omiyage, Tempel und ein goldenes Etwas

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